Kinderalltag

Der Tagesablauf im Kinderhaus

Das Kinderhaus hat von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

7.00 bis 9.00 Uhr
Die Kinder kommen ins Kinderhaus und haben hier auch die Möglichkeit, ihr Frühstück individuell einzunehmen. Es ist Zeit für freies Spielen und erste Beschäftigung mit den Materialien.

9.00 bis 9.30 Uhr
In dieser Zeit findet der Morgenkreis statt, dem im Tagesablauf der Kinder eine wichtige Rolle zukommt. Hier treffen sich alle Kinder und Erzieher/innen der Gruppe, um zusammen zu spielen, miteinander zu sprechen oder gemeinsam zu singen.

9.30 bis 12.00 Uhr
Die Kinder können in der ersten Spiel- und Arbeitsphase spielen und selbständig tätig werden (malen, backen, modellieren, basteln, turnen, musizieren, sich mit den Lernmaterialien beschäftigen u.v.a.m.).

12.00 bis 14.00 Uhr
Nach dem gemeinsamen Mittagessen (ca. 12.00 Uhr) können die Kinder bis 14.00 Uhr je nach ihren individuellen Bedürfnissen und den Wünschen der Eltern schlafen, meditieren bzw. Geschichten oder Musik hören.

14.00 bis 17.00 Uhr
Die zweite Spiel- und Arbeitsphase des Tages verläuft ähnlich wie am Vormittag. Ab 14 Uhr kann individuell das Vesper eingenommen werden. Alle Tätigkeiten können die Kinder im Gebäude oder im Freien durchführen.

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Ein Tag im Montessori-Kinderhaus

Ein Tag wird erlebbar mit Lale, 6 Jahre (bald ein Schulkind), und Clemens, gerade 3 Jahre alt. Gemeinsam mit 20 weiteren Kindern besuchen Lale und Clemens die rote Gruppe. Es ist eine altersgemischte Gruppe, in der Kinder im Alter von 2 ½ bis 6 Jahren jeden Tag zusammen verbringen.

Frühbetreuung und Ankommen der Kinder

Um 7.00 Uhr öffnet Tina das Kinderhaus. Winkend verabschieden die ersten Kinder ihre Eltern am Fenster. Ein kleines, aber für viele Kinder sehr wichtiges Ritual. In Ruhe und selbst entscheidend beginnen die Kinder ihren Tag. Entweder in der Bücherecke, auf dem Bauteppich, in der Puppenecke oder bei einer ersten Beschäftigung mit dem Material.

So wie Clemens, der sich nach dem Verabschieden von seiner Mama eine Schüssel mit Linsen aus dem Regal holt. Nun beginnt er Glasstein (Muggelstein) für Glasstein aus der Schüssel zu holen und das beiliegende Muster aus dem Aufgabenheft zu füllen. Auch Robin, ebenfalls gerade 3 Jahre alt, hat schon eine Aufgabe gefunden. Seit Tagen ist er mit dem Staubwischen beschäftigt. Phillip schaut sich ganz in Ruhe mit Hanna in der Leseecke ein Buch an. Auch Angelina und Maren sind schon da und fragen, ob sie den Frühstückstisch decken können. Tina sagt ja, denn es ist jetzt schon 7.45 Uhr. Sie gehen selbständig an den Kühlschrank und holen die Wurst, den Käse, die Butter und auch die Marmelade heraus. Danach werden Wurst und Käse ordentlich auf dem Teller angerichtet. „Löffel noch?“ fragt Clemens, der sich nach Beendigung seiner vorherigen Arbeit dazugesellt. “Ja, drei Löffel“ antwortet Angelina. Miriam ist nun auch schon da und fragt, ob sie Karotten schälen kann. Sie bereitet ihren Arbeitsplatz vor und beginnt die Möhren zu schälen. Chantal schneidet Bananen und Äpfel.

Um kurz vor 8.00Uhr kommen dann die Pädagogen aus der grünen und blauen Gruppe. Einige Kinder gehen gleich mit in ihre Gruppen, andere bleiben noch, um ihre Arbeit zu beenden oder mit zu frühstücken.

Der Erwachsene versteht sich als Partner und Begleiter, indem er geeignete Hilfen für die freie Entfaltung der im Kind angelegten Fähigkeiten bereitstellt. Das heißt, er hilft teilnehmend und beobachtend nach dem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun!“ Die Kinder wählen eigenständig ihre Tätigkeiten aus, verfeinern sie durch Wiederholung und lernen so, selbstständig zu handeln.

Von 8 bis ca. 9 Uhr haben die Kinder Gelegenheit, zu frühstücken, sich am Buffet selbständig ein Brot zu schmieren, Trinken einzugießen und anschließend an der Kinderspüle das benutzte Geschirr wieder abzuwaschen, abzutrocknen und wegzustellen. Anschließend gehen die Kinder Zähne putzen.

Voller Stolz ruft Clemens „Tina, Schnitte allein geschmiert“. Nach und nach treffen immer mehr Kinder aus der Gruppe ein, gehen in die Spielecken oder widmen sich einer Arbeit, so wie Lale. Sie holt sich aus dem Regal das Tablett mit der Kerze. Sie geht in den Waschraum um Wasser in das Gefäß zu füllen. Dann fragt sie Tina nach Streichhölzern um mit der Übung beginnen zu können.Vorsichtig und voller Spannung nimmt sie die Schachtel und ein Streichholz in die Hand. Jeden einzelnen Schritt nimmt sie bewusst wahr. Als das Streichholz brennt, entzündet sie den Docht, pustet das Streichholz aus und taucht dieses in das Wasserglas. Die brennende Kerze wird einen Moment lang beobachtet und dann mit dem Kerzenlöscher vorsichtig und unter genauer Beobachtung gelöscht (erstickt). Diesen Vorgang wiederholt Lale noch 2mal.

Das Material für die Übungen des täglichen Lebens (Gieß und Schüttübungen, Schuhe putzen, Staub wischen, verschiedene Verschlüsse öffnen und schließen, Kerze anzünden und…) motiviert die Kinder zum Erlernen einfacher Handlungsabläufe. Die Kinder üben die für den Alltag notwendigen Verrichtungen zur Unabhängigkeit vom Erwachsenen. Die Grob- und Feinmotorik wird immer wieder geschult. Jedes Material ist nur einmal in der Gruppe vorhanden. Das fördert die Abwechslung in der Benutzung und das soziale Miteinander der Kindergruppe.

Der gemeinsame Tag beginnt mit dem Morgenkreis

Inzwischen ist es fast 9 Uhr, und alle 22 Kinder und die 2 Pädagogen sind da. Es ertönt die Klangschale, der Morgenkreis beginnt. Nachdem alle Kinder sowie Tina und Silvana einen Platz eingenommen haben, darf ein Kind aus der Gruppe die Kerze anzünden. Immer ein spannender, innehaltender Moment für alle Kinder. Die leuchtende Kerze steht in der Mitte und ist das Zeichen für den Beginn der gemeinsamen Gesprächsrunde. Heute, am Montag, wird der Erzählstein (ein besonderer Stein) herumgereicht. Das Kind, das den Stein in der Hand hält, darf erzählen von seinen Wünschen, Erlebnissen, Gefühlen, Erfahrungen und auch von dem, was es am Wochenende erlebt hat, und die anderen hören zu. Nach der Erzählrunde legen wir noch gemeinsam mit den Kindern die wöchentlichen Dienste fest. Blumendienst: Miriam und Robin melden sich. Sie kümmern sich nun die Woche über um das Gießen und Pflegen der Pflanzen. Auch ein Tischdienst wird festgelegt: Lale und Chantal möchten diese Woche gern den Dienst übernehmen. Zum Abschluss singen wir alle gemeinsam noch ein Lied. Mit dem Auspusten der Kerze ist der Morgenkreis beendet.

Im Tagesablauf nimmt der Morgenkreis für die Kinder eine wichtige Rolle ein. Hier treffen sich alle Kinder und Erzieherinnen der Gruppe, um miteinander zu sprechen, zu singen und auch gemeinsam zu spielen. Es finden Besprechungen und die Erarbeitung von Projekten statt. Zusammen werden aktuelle Themen besprochen und auf vielfältige Art erarbeitet, wie z.B. der Umgang miteinander, der Umgang mit dem Material, Regeln, die die Gruppe oder das gesamte Haus betreffen. Die Kinder erleben sich im Morgenkreis besonders als Gruppe bzw. Gemeinschaft und profitieren im gegenseitigen Geben und Nehmen von der Altersmischung.

Doch was macht Lale jetzt? Sie läuft noch umher und weiß noch nicht so genau, was sie machen möchte. Sie ist noch am Überlegen. Lale entscheidet sich für eine Arbeit mit den Sandpapierbuchstaben. Sie fragt Chantal, ob sie Lust hat, gemeinsam mit ihr abwechselnd Buchstaben mit geschlossenen Augen zu erkennen. Sie holen sich einen Teppich und die Sandpapierbuchstaben. Mit geschlossenen Augen umfährt Lale das „T“. Nach kurzer Überlegung sagt Lale „T“, öffnet ihre Augen und erkennt, dass es richtig ist. Nun suchen sie Wörter, die mit „T“ beginnen, z.B. TUBE, TASSE, TIER. Konzentriert und voller Ausdauer arbeiten die Beiden weiter.

Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren haben einen großen Worthunger, und sie wollen ihren Wortschatz vergrößern. Von Natur aus haben sie das Bedürfnis, sich mit Sprache bewußt auseinanderzusetzen und Schreiben und Lesen zu lernen. Das Sprachmaterial Montessoris ist von großer Bedeutung, weil es die Sprachbildung Schritt für Schritt erweitert. Das Material in unseren offenen Regalen (Bilder, Bücher, Reime, Wortspiele, Wortschatzerweiterungen…) unterstützt die Kinder beim freudigen Umgang mit der Muttersprache. Nur wer in der Lage ist, sich auszudrücken, kann über seine Wünsche und Probleme berichten und mit anderen Menschen kooperieren. Die Kinder sollen ermutigt werden, sich mitzuteilen, wobei fehlerhafter Sprachgebrauch dabei zweitrangig zu bewerten ist.

In der Gruppe sind die Kinder am Vormittag ständig mit selbst gewählten Materialien beschäftigt. Ida und Leon arbeiten fieberhaft mit den Geräuschdosen, Robin spielt mit dem Froschpuzzle, Juliane, Sabina und Paula spielen in der Puppenecke, Thorben und Loci malen, Angelina und Maren sind auf dem Bauteppich und Julie bastelt. Jedes Kind ist mit einer Arbeit beschäftigt, entweder allein an einem Arbeitstisch oder in einer Spielecke, in einer kleinen Gruppe bzw. mit einem Partner auf einem Arbeitsteppich.

Doch was macht Clemens? Clemens rollt einen Arbeitsteppich auf dem Boden aus. Dann geht er zum Regal mit dem Sinnesmaterial und holt sich jeden einzelnen Kubus der braunen Treppe und legt ihn auf den Teppich. Nun beginnt er die Kuben in der richtigen Reihenfolge von dick nach dünn zu legen, so das eine Treppe entsteht. Dann holt er sich eine Glasmurmel und lässt sie herunterrollen. Ein schöner Klang ist zu hören.

Die Raumgestaltung soll zur Erleichterung kommunikativen und interaktiven Lernens kindgerecht sein. Ein so gestalteter Raum ermöglicht die Gruppendifferenzierung, Rückzug für Einzelne und Kleingruppen und Anregung zum Experimentieren sowie zu vielfältiger körperlicher Bewegung.

Es ist nun 10.30 Uhr und die Kinder hören klassische Musik. Das ist das Zeichen zum Rausgehen auf unser Freigelände. Die Kinder haben nun die Möglichkeit, ihre Arbeit in Ruhe zu beenden, aufzuräumen und sich selbständig anzuziehen. Ein Pädagoge steht den Kindern hier zur Seite. Nicht die gesamte Gruppe geht gleichzeitig nach draußen, so dass die Kinder Zeit und Freiraum haben, sich selbst anzuziehen (Übung des täglichen Lebens). Eine Erzieherin geht mit den ersten Kindern raus. Die Kinder haben hier auch Zeit für das Freie Spiel, und sie können ihrem Bewegungsdrang folgen.

Das Außengelände und Ausflüge in Parks, Randgebiete und auf Bauernhöfe bieten den Kindern die Möglichkeit, Natur hautnah zu erleben. Grundzüge einer ökologisch orientierten Lebensweise fließen nicht nur als Inhalte in die Gestaltung des Gruppenlebens ein, sondern bestimmen auch das tägliche Leben im Kinderhaus.

Auch Clemens und Lale haben sich angezogen und sind jetzt draußen. Lale sucht sich ein Fahrzeug aus und beginnt voller Freude, mit dem Laufrad über den Spielplatz zu fahren. Clemens holt sich aus dem Spielzeugkeller eine Schaufel und einen Eimer und beginnt, im Sandkasten eine Burg zu bauen. Schnell finden sich auch Maren und Angelina bei ihm ein. Sie beteiligen sich am Spiel. Einige andere Kinder haben heute ihr Fahrrad mitgebracht. Stolz demonstrieren sie ihre Fahrkünste. Aus den anderen Gruppen kommen Kinder dazu, und die Kinder begegnen sich und finden im Spiel zu einander. Chantal und Maro klettern, Mara und Hanna spielen Familie im Pavillon. Leon und Lennart suchen kleine Baumstämme. Die Erzieher beobachten die Kinder, spielen mit ihnen oder starten kleine Angebote, wie z.B. den Einsatz des Schwungtuchs.

Die Mittagszeit

Um ca. 11.30 Uhr beginnen die Kinder gemeinsam, aufzuräumen und die Fahrzeuge am Sammelpunkt einzuparken. So lernen alle Kinder, verantwortungsbewusst mit den Spielgeräten umzugehen und für das Freispiel am Nachmittag vorzubereiten. Für das Sandspielzeug gibt es große Körbe. Auch Clemens hilft fleißig dabei. Alle Kinder gehen mit ihren Erziehern in ihre Garderoben und Gruppen. In den Gruppen gehen die Kinder in die Waschräume, um sich die Hände zu waschen und evtl. die Haare zu kämmen. Auf dem Morgenkreisteppich beginnt der Mittagskreis und eine Erzieherin bereitet das Essen vor. Im Mittagskreis werden Lieder gesungen, kleine Geschichten vorgelesen, Fingerspiele gemacht, der Vormittag mit evtl. Konflikten reflektiert und Lösungen mit den Kindern besprochen.

Nachdem der Kreis mit der Klangschale beendet wird, können die Kinder sich selbständig einen Platz zum Essen aussuchen. Clemens hat sich heute zu Robin gesetzt und auch Lale sitzt neben Chantal, ihrer Freundin. Die Schüsseln mit dem Essen sowie die Getränke stehen auf jedem Tisch bereit, und die Kinder holen selbständig ihr Geschirr und Besteck. Clemens versucht, mit der Kelle die Suppe aufzutun. Sehr konzentriert ist er dabei. Silvana beobachtet und ist bereit, falls er Hilfe benötigt. Lale beginnt selbstsicher, das Essen aufzutun. Leon, der auch an Lales Tisch sitzt, versucht, die Wasserflasche aufzudrehen. Lale bietet ihre Hilfe an, und Leon nimmt sie gerne in Anspruch.

Dies sind alles Übungen des täglichen Lebens und die Kinder üben die für den Alltag notwendigen Verrichtungen zur Unabhängigkeit zum Erwachsenen. Die materielle Umwelt soll der kindlichen Körpergröße angepasst sein, damit sie möglichst selbständig und nach ihren Bedürfnissen spielen, arbeiten, essen und lernen können.

Nach dem Mittagessen räumen die Kinder selbständig ihr Geschirr auf den Essenwagen und gehen in den Waschraum zum Zähneputzen und Waschen. Auch Clemens geht in den Waschraum. Tina bietet ihre Hilfe beim Auftragen der Zahnpasta an. Auch die anderen Kinder putzen nun nach und nach die Zähne. Clemens stellt die Zahnputzuhr ein und los geht’s. Lale und Chantal helfen den kleineren Kindern mit der Zahnpasta. Sehr ausgiebig nutzt Clemens die Zeit zum Zähneputzen und Waschen.

Zur Gesunderhaltung des Körpers zählt auch die Körperhygiene. Dafür wird den Kindern im gesamten Tagesablauf Zeit und Freiraum eingeräumt.

Clemens ist nun fertig und geht in den zweiten Gruppenraum, der zum Schlafraum für die Kinder vorbereitet wird. Nicht alle Kinder schlafen mit, individuell werden mit den Eltern und Kindern Absprachen dazu getroffen. Silvana ist im Raum und bereitet gemeinsam mit den Kindern die Schlafplätze vor. Auch Clemens holt eifrig seine Matratze aus dem Regal und danach seine Schlafdecke. Allein beginnt er sich auszuziehen. Den Kindern steht auch hier der Pädagoge zur Seite, begleitet sie und unterstützt ihre Selbständigkeit.

Aber was machen die anderen Kinder, die nicht mit schlafen? Tina hat eine Stilleübung vorbereitet. Die Kinder sammeln sich im Vorflur der Gruppe. Alle Kinder sind inzwischen im Waschraum fertig und Tina schlägt die Klangschale. Das Zeichen für die Kinder, Beginn der Stillezeit. Gemeinsam gehen auch Lale und die anderen in den Stilleraum. Heute soll es auf eine Phantasiereise gehen. Die Kinder im Schlafraum liegen auf ihren Matratzen und warten auf die tägliche Einschlafgeschichte. Es ist nun schon ca. 13.00 Uhr. Mittlerweile sind auch die Mittagskinder abgeholt worden.

Die Kinder haben die Stilleübung beendet und sind wieder im Gruppenraum. Es ist 13.30 Uhr. Jetzt hat jedes Kind die Möglichkeit, sich individuell zu beschäftigen. Alle Materialien stehen den Kindern zur Verfügung. Lale möchte noch ein Mandala malen. Der Maltisch ist frei und sie bereitet ihren Platz vor. Leon setzt sich dazu und beginnt mit dem Malen. Einige Kinder schauen Bücher an, zwei spielen in der Puppenecke und drei arbeiten am Tisch mit dem Material.Lale ist fertig und räumt ihren Platz auf. Sie möchte nun in die blaue Gruppe gehen, um ihren Bruder zu besuchen. Sie meldet sich bei Tina ab und geht dann hoch.

Der gesamte Tagesablauf wird offen gestaltet, so dass die Individualität der Kinder bestmöglich gefördert wird. Das enge Zusammenwirken aller Mitarbeiter gibt den Kindern die Möglichkeit, Angebote im ganzen Haus zu nutzen.

Der Nachmittag

Was ist mit unseren Schlafkindern? Nun, um ca. 14 Uhr, werden die ersten Kinder wach. Auch Clemens erwacht langsam. Corona zieht sich schon leise an. Es schlafen ja noch einige. Silvana ist mit im Schlafraum und steht den Kindern zur Seite. Clemens beginnt nun, allein den Schlafanzug auszuziehen und seine Sachen wieder anzuziehen.

Tina beginnt im Nebenraum mit Konrad und Leon das Vesper vorzubereiten. Die Kinder holen Marmelade, Käse, Wurst und Joghurt aus dem Kühlschrank. Lale ist auch wieder in der Gruppe und fragt Tina, ob sie das Obst waschen und schneiden darf. Gemeinsam wird alles vorbereitet und auf den Buffettisch gestellt. Leon holt noch die Milch und gießt sie in den Krug. Die ersten Kinder holen ihren Teller und schmieren ihr Brot.

Lale ist nun auch fertig und stellt das Obst für alle Kinder auf den Tisch. Jetzt setzt sie sich zu ihrer Freundin an den Tisch und isst von dem Obst.Die Kinder aus dem Schlafraum kommen dazu. Auch Clemens ist fertig mit dem Anziehen und hat seine Matratze und die Schlafdecke weggeräumt. Er holt einen Teller und beginnt am Buffettisch, sein Brot zu schmieren. Heute ist Montag und Töpfertag. Um ca. 14.45 Uhr kommt Paulas Mama und fragt die Kinder, wer Lust zum Töpfern hätte. Einige Kinder, so auch Lale, sind gleich dabei und putzen schnell noch ihre Zähne. Dann gehen die sechs Kinder in das Atelier zum Töpfern.

Es gibt am Nachmittag für die Eltern die Möglichkeit, Kurse anzubieten. Die Kinder nehmen diese sehr gerne an. Abwechslungsreiche Kurse, wie z.B. das Malen im Atelier, das Turnen, der Englischkurs und das Töpfern bereichern die Nachmittage. Die Kinder aus allen Gruppen können frei auswählen.

Clemens ist nun fertig mit dem Essen und geht wie selbstverständlich die Zähne putzen. Auch Robin und Angelina sind im Waschraum. Nach dem Waschen und Zähneputzen haben die Kinder die Möglichkeit, mit Tina raus zu gehen. Clemens ist gleich dabei und geht in die Garderobe. Einige Kinder essen noch und Silvana bleibt mit ihnen noch drinnen. So hat jedes Kind individuell Zeit für seine Bedürfnisse.

Ab ca. 15.30 Uhr sind alle Kinder draußen. Auch die Kinder vom Töpferkurs kommen dazu. Paulas Mama begleitet sie. Jetzt ist Zeit für das Spiel mit den Freunden. Auch Lale gesellt sich zu anderen Kindern und klettert am Kletterturm. Clemens sitzt im Sandkasten und baut mit Robin eine Sandburg. Alle Kinder sind in das Spiel vertieft.

Nach und nach werden alle Kinder bis 17 Uhr abgeholt. Für die Eltern bleibt beim Abholen Zeit für ein Gespräch mit den Pädagogen. Nun geht für alle Kinder ein Tag im Kinderhaus zu Ende.