Die pädagogische Praxis

Stammgruppen:

  • 4 altersgemischte Gruppen der Klassenstufen 1 bis 4; 4er bilden teilweise eine eigene Lerngruppe
  • Gruppenstärke von ca. 23 – 25 Kinder
  • Begleitung der Stammgruppe von ca. 3 Pädagog*innen (Lehrer*innen, Erzieher*innen oder Sozialpädagog*innen) – diese bilden 1 Kleinteam und arbeiten eng zusammen
  • jeder Gruppe stehen 2 größere Räume, 1 kleinerer Raum und ein Sanitärbereich zur Verfügung
  • Verbindungsraum zwischen 2 Gruppen und große geräumige Flure können von beiden anliegenden Gruppen genutzt werden

 

Materialien:

  • offene Regale in den Räumen mit vielfältigen ansprechenden Lernmaterialien (Montessori-Materialien, weiterführende Übungen, Lernkarteien…) keine Lehrbücher, keine Arbeitshefte
  • Regale sind nach Themen (Deutsch- und Mathematikbereich, Bücher, Spiele…) sortiert und genau beschriftet
  • Kinder können diese Materialien selbstständig auswählen und benutzen
  • in einem Gruppenraum befindet sich ein großer Arbeitsteppich, auf dem die Kreisgespräche mit der gesamten Gruppe stattfinden
  • Leseecke mit Kissen u.ä., abgetrennte Bereiche für Einzel- bzw. Partnerarbeit, Platz zum Auslegen von Arbeitsteppichen, Computerarbeitsplatz pro Gruppe
  • jedes Kind hat eigenen Arbeitsplatz („Landauer Möbel“ bestehend aus Tisch, Walze, Regal)
  • genügend Platz für Bewegung in den Gruppenräumen, im gesamten Haus, auf dem Hof
  • genügend Platz zum Arbeiten, Spielen, Entspannen
  • Kinder entscheiden selbst, an welchem Ort und in welcher Körperhaltung sie arbeiten möchten

 

Tagesstruktur

6.30 – 8.00 Uhr Frühhort

1.Arbeitsphase (AP von 8:00 – 10:00 bzw. 10.30 Uhr)

  • Morgenkreis – Leitung durch Kinder, Zeit für Rituale und Besprechungen
  • Kinder lernen gemeinsame Kommunikationsformen, diskutieren miteinander, treffen demokratische Entscheidungen
  • jedes Kind sagt an, womit es in der gemeinsamen 1. AP starten möchte (Lernwörter oder Tägliche Übung oder anderes Thema)
  • Kinder gestalten Tag selbstbestimmt und Pädagog*innen trauen Kindern ein hohes Maß an Eigenverantwortung zu
  • selbstständiges Arbeiten mit den verschiedenen Materialien
  • nach beendeter Aufgabe tragen die Kinder ihre Arbeit in ihr Lerntagebuch ein (anfangs nur Wörter, zunehmend kurze bzw. längere Sätze)
  • TÜ (Tägliche Übung – Mathematik):  Partner- oder Gruppenspiele möglich
  • LW (Lernwörter – Deutsch): Partnerdiktat, Abschreibtexte, Such- und Sortieraufgaben, Fehlertexte…
  • Pädagog*ìnnen – Begleiter und Beobachter und Unterstützer
  • Pädagog*innen – geben Einzeleinführungen
  • innerhalb der 1. AP –  ca. 15 min Frühstückszeit, Kinder entscheiden selbstständig, wann und mit wem sie zum Frühstück in die Mensa gehen möchten
  • Frühstücksbuffet – von 9.15 Uhr bis ca. 10.00 Uhr geöffnet
  • Frühstücksbuffet wird von Kindern geplant, zubereitet, aufgeräumt
  • nach der 1. AP – Hofpause für alle Kinder (Bewegung an frischer Luft)


2.Arbeitsphase (11:00 bis 12:15 bzw. 12:45 Uhr)

  • Aufgaben werden beendet
  • Arbeit am Deutsch- oder/und Mathematikthema oder an einem Kosmischen Thema
  • Bearbeitung von Wunschthemen, Forschungsarbeit
  • Vorträge und Präsentation von Wunschthemen
  • Kommunikationskreise (z.B. Ausflüge planen, Konflikte besprechen, Geschichten vorlesen…)
  • kleine Projekte entstehen und werden durch die Kinder umgesetzt (zielgerichtetes Tun, oft konkretes Projekt als Ergebnis, möglich auch: der Weg ist das Ziel)
  • Mittagessen in der Mensa, anschließend lange Mittagspause (Bewegung an frischer Luft)
  • Kinder nutzen großes und vielseitiges Außengelände (siehe Fotos) zum Erholen, Spielen, Herumtollen, Budenbauen, Klettern, Verstecken, Trampolinspringen, Tischtennis, Fußball…

 

3.Arbeitsphase (13:30 bis 15:00 Uhr)

  • Kursangebote (freiwillige verpflichtende Teilnahme für 4 Wochen)
  • Sportunterricht
  • freies Spiel für die jüngeren Kinder
  • 4er-Gruppe – extra-AP
  • wichtig im Tagesablauf – lange Zeitspanne für freies Spiel (soziale Lernerfahrungen…)
  • Vesper innerhalb der 3. AP
  • Weiterarbeit an Themen
  • Abschlusskreis (z.B. Diplomübergabe, Auswertung u.a.)

 

Wochenstruktur und Projekte

 Stammgruppenstruktur wird aufgehoben:

  • Sportunterricht (1er/2er bilden eine Sportgruppe; 3er und 4er jeweils getrennte Gruppen)
  • Englisch – Begegnungsunterricht (1er/2er); Fachunterricht (3er und 4er in Jahrgängen)
  • Arbeit in Werkstätten (kleine Gruppengröße von ca. 10 – 14 Kindern): Angebote durch Pädagog*innen: Kosmische Erziehung, Natur, Theater, Handwerk, Musik, Kunst, Experimente, Buchwerkstatt…
  • Kurse: z.B. Schach, Nähen, Zeichnen, Gesellschaftspiele, Kochen, Yoga, Streitschlichten… Angebote durch Pädagog*innen, Eltern bzw. Großeltern, Kinder
  • Projekte: z,B. Schule gestalten, Sachsen-Anhalt, Verkehrserziehung, Mein Körper und ich…

 

Schulfahrt

Die gesamte Schule (Kinder, Pädagog*innen, FSJler) fährt einmal im Jahr (im Frühjahr) mit dem Bus oder der Bahn für 4 Tage in die nähere Umgebung (z.B. Schloss Mansfeld, Harz…).
Die gemeinsame Zeit verbringen wir in der Natur. Wir genießen dabei das gruppenübergreifende ungezwungene Beisammensein. Die interessanten und neuen Spielideen der Kinder, gemeinsame Aktivitäten oder spontan entstehende Aktionen stehen im Vordergrund. Es gibt kein vorgegebenes Programm.

Außerdem nutzen wir die Zeit zum gemeinsamen Singen und bereiten uns dabei auf den Besuch der Mitmachoper im Großen Haus in Magdeburg, an der wir seit vielen Jahren mit Begeisterung mitwirken, vor.