Dokumentation

Dokumentation von Lernprozessen ohne Noten und Leistungsermittlung

Die Kinder werden darin unterstützt, ihre Leistungen und Fähigkeiten auf Grundlage ihrer individuellen Entwicklung selbst einzuschätzen.

Sie dokumentieren ihre Aufgaben, Übungen, Arbeiten, Gruppenaktivitäten täglich im Lerntagebuch.

Es erfolgt täglich bzw. mindestens 1x wöchentlich eine Reflexion durch die Kinder vor der Gruppe zum eigenen Arbeitsverhalten, zur Bearbeitung einzelner Aufgaben in den verschiedenen Bereichen. Die Kinder geben sich dabei gegenseitig Tipps und Hinweise.   

Es gibt verschiedene Formen der Einschätzung: Selbsteinschätzung, Einschätzung durch die Gruppe, Einschätzung durch die Pädagog*innen.

Halbjahr: 

Die Kinder schreiben selbstständig einen Entwicklungsbericht, welcher auf vorbereiteten Fragen der Pädagog*innen aufbaut. Der Fragenumfang ist der jeweiligen Klassenstufe angepasst.

Die Schüler*innen reflektieren ihr eigenes Arbeits- und Sozialverhalten und setzen sich eigene Ziele.

Der Bericht umfasst ebenso die Bereiche: Sprache, Mathematik, Wunschthemen, Musik, Sport, Kunst, Werkstätten.

Die Pädagog*innen begleiten und unterstützen die Kinder dabei.

In jedem Halbjahr gibt es ein gemeinsames Entwicklungsgespräch mit dem Kind, den Eltern und den Pädagog*innen.

Endjahr:

Die Kinder erhalten einen Kinderbrief (2-4seitiger Brief wird von Pädagog*innen verfasst).

Dieser Brief enthält Informationen zu verschiedensten Kompetenzen: Sozialkompetenz, Arbeitsverhalten, fachliche Kompetenzen…

 

Leistungsermittlung

Verschiedenste Themen werden von den Kindern bearbeitet. Zum Abschluss eines Themas schreiben die Kinder ganz individuell ein Vordiplom und ein Diplom. Die Kinder entscheiden selbstständig, wann sie das Thema abschließen und das Diplom schreiben möchten.

Das Vordiplom ist eine Orientierung für das Kind, ob es den Themenbereich verstanden hat oder noch einzelne Unterthemen dazu üben muss.

Die Ziele aus den Lehrplänen der Grundschule sind altersgerecht aufbereitet: „Meine Ziele in Deutsch / Mathematik“ (Welche Themen muss das Kind bis zum Ende der 4. Klasse er- und bearbeitet haben.)

Der Lernstand entspricht nicht zwangsläufig dem eines anderen Kindes im gleichen Alter, da Lerninhalte anders von den Kindern erarbeitet werden.

Wiederholungsarbeiten bzw. „Was ich alles schon kann“ und Überforderungsdiktate geben dem Kind Informationen, was es noch üben bzw. wiederholen muss.

Eltern haben sich für die Freie Schule Magdeburg entschieden und damit für eine alternative Unterrichtsorganisation und die damit verbundene Gewichtung der Lernziele, z.B. demokratisches Lernen, Lernen in der Küchencrew…

Es ist kein Vergleich mit andern Grundschulen möglich, da das Kind im eigenen Rhythmus lernt, also einen individuellen Lernstand hat. 

Die Grundschulzeit an der Freien Schule beträgt in der Regel 4 Jahre. Für einige Kinder (ca. 20 – 25%) ist die dreijährige Schuleingangsphase eine wichtige Basis. Dadurch haben die Kinder insgesamt 5 Jahre Zeit, um in Ruhe nach ihrem inneren Bauplan zu lernen und anschließend gestärkt und selbstsicher in der weiterführenden Schule zu starten. Auch gibt es die Möglichkeit, die Grundschulzeit auf 3 Jahre zu verkürzen.