Die häufigsten Fragen und Antworten
Wie läuft das Aufnahmeverfahren?
Für die Aufnahme an der Freien Schule Magdeburg braucht man keine besonderen Voraussetzungen. Bei der Wahl unserer Schule gehen wir davon aus, dass du dich mit dem pädagogischen Grundgedanken unserer Einrichtung vertraut gemacht (Konzept der Freien Schule Magdeburg) und dir Engagement in einem Elternverein selbstverständlich ist.
Die Anmeldetermine entsprechen denen der staatlichen Schulen. Interessierte Eltern müssen anderthalb Jahre vor der Einschulung ihres Kindes einen Aufnahmeantrag abgeben und zeitnah hospitieren.
Näheres finden Sie unter Anmeldung.
Wenn mein Kind nur rechnen will – was dann?
Dann ist es wichtig, Kinder ersteinmal in diesem Drang zu unterstützen. Die innere Motivation ist ein entscheidender Lernfaktor. Hier heißt es für die Pädagog*innen: beobachten, Ursachen abwägen und sensibel andere Themen in den Fokus des Kindes rücken. Nach unseren Erfahrungen und in der Theorie der Montessori-Pädagogik begründet, verharrt kein Kind nur bei einem Fachgebiet. Es wird sein Interesse und Motivation auch für andere Themen entdecken und ausleben.
Beispiel von einem Freie Schule Kind: Das Kind wollte im dritten Schulbesuchsjahr nur die mathematische Themen bearbeiten und zeigte kein Interesse und hatte auch keine intrinsische Motivation , sich mit Sprache zu beschäftigen.
Nachdem dieses Kind alle Mathematikthemen (Lehrplan der Grundschule Sachsen-Anhalt) bearbeitet hatte, kam es zu der Erkenntnis, dass auch die Grundlagen im Sprachbereich wichtig sind, um weiter zu kommen. Alle wichtigen Deutschthemen (Lehrplan Grundschule Sachsen-Anhalt) bearbeitete das besagte Kind dann in seinem 4. Schuljahr sehr intensiv.
Was bedeutet Lernen ohne Noten?
Es wird auf allen Lernebenen an den Kompetenzen der Schüler*innen angesetzt. Akzeptanz unterschiedlicher Lernwege gehört zur Kultur. Mit dem Aufzeigen der Stärken wird das Selbstbewusstsein der Kinder gefördert. Aus dieser Position heraus fällt es ihnen leichter, Schwierigkeiten zu akzeptieren und zu überwinden.
Für jedes Kind gibt es pädagogische Aufzeichnungen und bei Bedarf entsprechende Förderpläne. Neben der täglichen/wöchentlichen Reflexion wird mit den Kindern regelmäßig über ihre Lernfortschritte gesprochen. Dabei steht genauso die Arbeitsweise zur Debatte.
Selbstverständlich helfen zur Orientierung Lernzielkontrollen, deren Einsatz zeitlich und inhaltlich am Einzelnen ausgerichtet ist. Verantwortung für das Lernen zu übernehmen, bedeutet natürlich, Lernergebnisse und Lernwege eigenständig zu planen und zu beurteilen. Dabei helfen wöchentliche Reflexionsrunden, das eigene Lerntagebuch und die mit den Pädagog*innen gemeinsam zum Halbjahr verfassten Entwicklungsberichte genauso wie regelmäßige Auswertungsgespräche. Außerdem sitzen Schüler*innen, Eltern und Pädagog*innen zur Ausgabe der Kinderbriefe am Schuljahresende und anlässlich der Wahl nachfolgender Schulen zu den Entwicklungs- und Orientierungsgesprächen beisammen. Die Kinder schätzen hier ihren Leistungsstand ein und formulieren weitere Ziele. Inhalt und Umfang der Erwartungen sind verständlich an den altersbedingten Fähigkeiten orientiert.
Wie kommen die Kinder an den weiterführenden Schulen klar?
Die Kinder der Freien Schule, die in die 5. Klasse wechseln, sind durch eine bestärkende Schulform selbstbewusste Persönlichkeiten, die ihr Vermögen einschätzen können und einzubringen wissen. Sie haben gelernt, vernetzt zu denken und eine Fragestellung von verschiedenen Seiten aus zu betrachten. Sie können sich selbst Lernziele setzen, ihre Zeit einplanen und eigenständig arbeiten. Lust auf Lernen ist ihre Grundhaltung.
Wie lernen die Kinder die englische Sprache?
Welche Gruppen gibt es?
- Playtime Group: Kinder lernen spielerisch mit Originaltexten, Geschichten, Gruppenspielen und Bewegung.
- Little Actors: Kinder hören das Theaterstück als Hörbuch mit genauem Wortlaut. Schon nach dem ersten Hören sprechen sie selbst, allein oder in Gruppen. Mit viel Bewegung, Gefühlen, intensiver Interaktion, mit Kulissen, Musik, Geräuschen.
Wer macht wo mit?
Nicht nur das Alter entscheidet. Wir schauen, wo euer Kind am besten aufgehoben ist.
Warum kein Lehrbuch?
Die Kinder erleben Sprache immer im Kontext. Lehrbücher oder Flashcards nutzen wir nicht. Isolierte Wörter ohne größeren Kontext bleiben kaum im Kopf.
Müssen alle Kinder Theater spielen?
Nein. Wer nicht spielen möchte, übernimmt die Technik (Musik, Geräusche etc), das Textscrollen oder wird stage manager. Jede Rolle ist wichtig und alle lernen sehr aktiv.
Nutzen wir Originalsprache?
Kurze, einprägsame Videos von Fable Cottage und das Theaterstück als Hörbuch, eingesprochen mit viel Liebe zum Detail von einer amerikanischen Schauspielerin, mit der wir in Kontakt stehen und die die Kinder manchmal digital treffen.
Warum sieht es am Anfang so aus, als ob wenig passiert?
Die Kinder hören zunächst viel zu. So entsteht unbemerkt Sprachgefühl, das sichtbar wird, wenn sie ganze Szenen sprechen und spielen.
Warum ist die Geduld der Eltern dabei so wichtig?
Wenn ihr schnelle Erfolge einfordert, bremst ihr den Prozess. Auch stilles Zuhören ist Lernen. Vertrauen gibt den Kindern Sicherheit und macht sie mutig.
Bleiben diese Inhalte wirklich langfristig im Gedächtnis?
Ja. Es gibt viele Kinder, die das ganze Theaterstück noch mit Begeisterung lange Zeit nach der Aufführung sprechen und spielen können.
Bilden Kinder auch eigene Sätze?
Ja. Nach intensiver Arbeit mit dem Stück beginnen die Kinder, eigene Sätze zu sprechen, die nicht im Text vorkommen. Sie wenden die Sprache dann selbstständig an.
Warum finden wir Apps wie Duolingo nicht geeignet für Kinder?
Erwachsene können Apps mit Lesen, Filme schauen oder Muttersprachlern kombinieren. Kinder tun das meist nicht. Der Erfolg bleibt so oberflächlich. Unsere Methode verankert Sprache nachhaltig.
Welche theoretische Grundlage hat unsere Methode?
Unsere Methode orientiert sich am natürlichen Spracherwerb (Total Physical Response, Birkenbihl-Prinzipien). Wiederholung, Handlung und soziales Miteinander fördern echtes Sprachgefühl.
Wie finanziert sich die Freie Schule?
Unsere Ganztagsschule wird von einem Elternverein getragen. Sie finanziert sich aus Zuschüssen des Landes und der Stadt sowie aus Elternbeiträgen. Letztere sind einkommens- und kinderzahlabhängig und in der Beitragssatzung geregelt. Die aktuelle Beitragssatzung befindet sich unter dem Bereich Downloads.
Wie laufen Klassenfahrten ab?
Einmal im Schuljahr fährt die gesamte Schule zur Schulfahrt. Ihr erhaltet dazu rechtzeitig eine Information. Wenn ein Kind Heimweh bekommt, rufen wir euch an und besprechen mögliche Maßnahmen. Kein Kind wird zu irgendetwas gezwungen.
Warum hängen bei euch LGBTQ Flaggen aus?
Wir sind eine Schule der Vielfalt und wir wollen eine Schule sein, in der jeder sein darf wie er ist unabhängig seiner Herkunft, seines Geschlechts oder Sexualität. Wir sind ein Ort, in dem es keine Ausgrenzung geben soll. Bei uns wird kein Kind überredet sein Geschlecht in Frage zu stellen, aber es erhält bei uns den Raum, allen Fragen auf den Grund zu gehen.
Wie politisch seid ihr?
Wir grenzen uns klar von allen verfassungsfeindlichen Parteien ab und stehen für eine offene Gesellschaft.
Wie steht ihr zur Digitalität und zu digitalen Kompetenzen
Die Kinder machen bei uns ein s.g. Digital-Diplom bzw. Internet ABC Führerschein. Hier lernen sie den Umgang mit der „Digitalität“ als Arbeitsmittel nicht als Freizeitbeschäftigung. Sie lernen zu recherchieren, Fahrpläne zu lesen, den Umgang mit Programmen und verfassen auch E-Mails an euch Eltern.
Wichtig ist uns aber auch, dass die Kinder einen richtigen Umgang mit der Digitalität und den digitalen Medien erlernen. Wir nehmen an dem Programm „erst smart dann phone“ teil. Daher ist es unser Wunsch, dass unsere Schulkinder keinen Zugang zu digitalen Medien inkl. Chatprogrammen oder Chatgruppen erhalten. Wenn ein Handy wirklich für den Schulweg notwendig ist, muss es schriftlich bei uns angemeldet werden und morgens sofort im Handyhotel abgegeben werden und darf erst unmittelbar vor dem Verlassen der Schule wieder abgeholt werden. Ebenfalls bitten wir die Eltern um Verständnis, dass auf dem Schulgelände das Handy in der Tasche bleibt.
Stöbert gern unter folgenden Links:
https://www.erstsmartdannphone.de
https://spieleratgeber-nrw.de/
https://www.medien-kindersicher.de/startseite
Wir sehen darin keinen Widerspruch zu der Notwendigkeit, den Kindern digitale Kompetenzen beizubringen.
Wie läuft die Einschulung bei euch ab?
Ihr erhaltet von uns eine E-Mail, mit der Bitte uns die Anzahl eurer Gäste mitzuteilen. Eltern, die ihr Kind im Vorjahr eingeschult haben, bereiten das Fest für die Einschülerfamilien vor. Am Tag der Einschulung bekommt ihr einen geschmückten Tisch zugewiesen. Meist beginnt das Programm gegen 10 Uhr mit einem Theaterstück. Das Programm wird durch die Schulkinder gestaltet und geführt. Eure Kinder werden mit einem Ritual begrüßt und anschließend könnt ihr die Schultüte überreichen. Jede Einschulfamilie bringt etwas für das Buffet mit und wir stellen einen Grill auf. So könnt ihr die Einschulung sowie die Feier verbinden. Gegen 14:00 Uhr beginnt der Abbau.
Erhöht eine Spende die Wahrscheinlichkeit einer Platzzusage?
Spenden von Eltern, die sich um einen Schulplatz bewerben, werden nicht angenommen.
Wie geht ihr mit Pflichtimpfungen um?
Wir halten uns an die gesetzlichen Vorgaben.
